Hände weg von unserer Therapie!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
leider gehört es durchaus zum Praxisalltag, dass sich Mitarbeiter von Krankenkassen ohne medizinische Vorkenntnisse in die Behandlung Ihrer Patienten einmischen. So kann es vorkommen, dass notwendige Leistungen oder Medikamente verweigert werden oder dass sich Callcenter-Mitarbeiter mit detaillierten Fragen direkt an Sie oder an Ihre Patienten wenden. Eine kaum mehr überschaubare Anzahl an Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien erschwert zudem eine am Patientenwohl orientierte Therapieentscheidung.

Wir sind der Meinung, dass nur ein ausgebildeter Arzt oder Psychotherapeut darüber entscheiden kann, welche Therapie für den jeweiligen Patienten die richtige ist. Uns haben viele Beispiele von Kolleginnen und Kollegen erreicht, die zeigen, wie gefährlich die zunehmende Einmischung nichtqualifizierter Dritter für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient sein kann. Um Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, in diesem Bereich Unterstützung zu leisten, haben wir neben dem umfassenden Beratungsangebot der KVB und unserem berufspolitischen Engagement bei diesem Thema auf Landes- und Bundesebene eine neue Publikation herausgegeben, die Ihnen als Unterstützung im Praxisalltag dienen kann: den Flyer „Hände weg von unserer Therapie!“, den Sie ab sofort kostenlos zur Auslage für Ihre Praxis bestellen können.

Dieser Flyer ist als Information für Ihre Patienten gedacht, um sie darüber aufzuklären, welchen Einschränkungen in der Therapiefreiheit niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten heutzutage unterliegen. Auch auf das Thema „Anfragen von Krankenkassen“ geht der Flyer ein. Die Patienten werden dafür sensibilisiert, was sie für den Schutz ihrer Daten tun können und wann Vorsicht bei der Weitergabe von Gesundheitsinformationen geboten ist. Und im Flyer wird auch darauf eingegangen, auf wen sich der Patient immer verlassen kann: Auf seinen behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten!
Ihr Vorstand der KVB

Ärzte sind keine „IGeL-Flüsterer“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, jedes Jahr stellt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) seinen sogenannten „IGeL-Monitor“ vor. Seit es den IGeL-Monitor gibt, nutzen ihn einige Krankenkassen-Vertreter dazu, Selbstzahler-Leistungen per se schlecht zu reden. In diesem Jahr hat der MDS den Schwerpunkt darauf gelegt, dass sich Ärzte für ihre Patienten angeblich zu wenig […]

Glinide: Verordnungsfähigkeit muss erhalten bleiben!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Diabetes ist eine echte Volkskrankheit – so haben rund sechs Millionen Menschen in Deutschland einen Typ-2-Diabetes. Insofern ist eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für sehr viele Bürger hierzulande von großer Bedeutung: Wie der G-BA am 18. Februar 2016 in einer Presseinformation mitteilte, können Glinide zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ […]

Erfolgreicher Start der Terminservicestelle in Bayern

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für großes mediales Interesse sorgen derzeit die Terminservicestellen, die am gestrigen Montag bundesweit ihren Betrieb aufgenommen haben. Es war eine Vorgabe des Gesetzgebers, dass alle Kassenärztlichen Vereinigungen solche Stellen einzurichten haben, an die sich Patienten mit einer entsprechend gekennzeichneten Überweisung wenden können, um einen Termin beim Facharzt innerhalb von vier Wochen […]

Krankenhausreform im Kreuzfeuer der Kritik

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie man den Medien entnehmen kann, finden derzeit unter dem Motto „Krankenhausreform – so nicht“ allerorten Protestveranstaltungen der Kliniken gegen das geplante Krankenhausstrukturgesetz statt. Einen Überblick zu den Aktionen in Bayern bietet beispielsweise die Internetseite des Bayerischen Rundfunks. Inhaltlich kritisieren die Kliniken vor allem steigenden Kosten- und Rationalisierungsdruck und zugleich immer […]

Weitergabe von Patientendaten an den MDK

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein Thema, zu dem unsere Mitarbeiter zahlreiche Anfragen aus Praxen erhalten haben, ist das so genannte Umschlagverfahren, also die Weiterleitung von ärztlichen Unterlagen über die Krankenkassen an den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Anlass dafür war eine Stellungnahme der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Andrea Voßhoff, in ihrem Mitte […]

Zum Sachstand der Bereitschaftsdienstreform

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir möchten Ihnen heute einen kurzen Statusbericht zur Umsetzung der Bereitschaftsdienstreform geben. Das übergreifende Ziel der Reform ist es, einen flexiblen und für zukünftige Anforderungen gut aufgestellten Ärztlichen Bereitschaftsdienst flächendeckend in ganz Bayern zu etablieren. Seit Anfang des Jahres informierten wir unter anderem im Rahmen von Mitgliederversammlungen umfassend über die Veränderungsprozesse, […]

Prüfung von Verordnungen: Replik auf die Kritik der Krankenkassen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Presseinformation der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) vom 1. Juli 2015 bezüglich der Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeitsprüfungen kann aus unserer Sicht nicht unkommentiert stehen bleiben. Aufgrund der aggressiven Reaktion der ARGE gehen wir davon aus, mit unserem Blog-Beitrag zum Thema Aufwand und Ertrag des Prüfgeschäfts bei den Krankenkassen einen wunden […]

Aufwand und Ertrag des Prüfgeschäfts

Liebe Kolleginnen und Kollegen, schon mehrfach hatten wir hier dargestellt, dass die permanente Regressbedrohung einer der wesentlichen Gründe für junge Ärztinnen und Ärzte ist, keine Praxen mehr zu übernehmen. Insofern begrüßen wir es, dass der Bayerische Rundfunk sich nun zum wiederholten Male kritisch mit der Regressproblematik auseinandergesetzt hat. Online nachverfolgen kann man die BR-Berichterstattung hier. […]

Zur Absage der Sommer-VV am 17. Juni

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nachdem uns in den letzten Tagen doch einige Anfragen dazu erreichten, möchten wir an dieser Stelle zur Absage der für den 17. Juni geplanten Vertreterversammlung (VV) der KVB Stellung nehmen. Für diese VV, die an einem Mittwochnachmittag stattfinden sollte und damit seit jeher eher eine Ergänzung zu den zwei ganztägigen Vertreterversammlungen […]